FIR-Edition Forschung, Reihenband 3
Medical Export
Patiententourismus systematisch gestalten

Hrsg.: Günther Schuh; Volker Stich

FIR (2009)
ISBN 978-3-934318-99-1
EUR 25,00 zzgl. Porto und Verpackung

Kurzfassung

Die steigenden Ausgaben in der Gesundheitsbranche zwingen alle beteiligten Akteure, ihre Tätigkeiten verstärkt unter Kostengesichtspunkten zu betrachten. Für Krankenhäuser ist die Behandlung ausländischer Patienten eine Möglichkeit, zusätzliche Einnahmen zu realisieren und so auf die ökonomische Entwicklung zu reagieren. Das Projekt Medical Export verfolgt das Ziel, diese Behandlung von ausländischen Patienten in Deutschland zu optimieren. Dazu werden sowohl geeignete organisatorische Methoden entwickelt, als auch durch die Entwicklung einer IT-Plattform unterstützt. Aus wissenschaftlicher Perspektive wird die integrierte Planung von Dienstleistungen und IT-Einsatz im Rahmen der Internationalisierung untersucht.

Verschiedene Werkzeuge wurden im Projekt entwickelt und sind im vorliegenden Abschlussbericht dargestellt:

Ausgehend von einer detaillierten Ist-Analyse in den beteiligten Krankenhäusern wurde ein Referenzprozess abgebildet, der den gesamten Ablauf vom Erstkontakt mit dem Patienten im Ausland, über die Behandlung in Deutschland bis zum Rücktransport abbildet. Weiterhin wurde eine Methodik entwickelt, die gewährleistet, dass bei der Auswahl medizinischer Dienstleistungen für ausländische Patienten Aspekte wie Verfügbarkeit, Anwendbarkeit oder Wirtschaftlichkeit berücksichtigt werden. Um zeitliche und regionale Abhängigkeiten zwischen der Nachfrage nach medizinischen Leistungen einerseits und verfügbaren Informationstechnologien andererseits abbildbar zu machen, wurde eine Vorgehensweise zur Erstellung eines Dienstleistungs- und IT-Kalenders sowie einer dazugehörigen Landkarte erarbeitet. Die praktische Anwendung der oben beschriebenen Erkenntnisse findet im IT-Werkzeug "Medical Export" statt. Diese Internet-Plattform unterstützt die gesamte Behandlung ausländischer Patienten – von der Akquise bis zur Nachsorge. Über die Plattform hat der Patient in Zukunft gezielt die Möglichkeit, ein geeignetes Krankenhaus zu finden, Kontakt aufzunehmen und die Organisation seiner Behandlung abzustimmen. Der Aufbau der Plattform sowie ihre Evaluation sind im Abschlussbericht beschrieben.

Das Projekt Medical Export wurde vom BMBF im Rahmen der Bekanntmachung "Exportfähigkeit und Internationalisierung von Dienstleistungen" über den Projektträger im DLR "Arbeitsgestaltung und Dienstleistung" gefördert.

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