• Deutsch
  • English
  • facebook.fir.de
  • twitter.fir.de
  • xing.fir.de
  • youtube.fir.de
  • linkedin.fir.de
FIR e. V. an der RWTH Aachen

CBS-Net

Cost-Benefit-Sharing in Netzwerken


Ziel des CBS-Nets war es, Unternehmen bei der Entscheidung für die Umsetzung von Supply-Chain-Management-Konzepten zu unterstützen.

Im Zuge gegenwärtiger Entwicklungen konzentrieren sich Unternehmen als Antwort auf veränderte Markt- und Kundenanforderungen, wie z. B. kurze Reaktionszeiten oder steigende Variantenvielfalt, stärker auf die eigenen Kernkompetenzen und lagern Fertigungsschritte aus. Die Kooperation in Unternehmensnetzwerken gilt dabei als moderne Organisationsform für produzierende Betriebe. Die Erfüllung der daraus resultierenden logistischen Kundenan-forderungen ist ein strategischer Erfolgsfaktor für Unternehmen. Im Zuge dieser Entwicklung gewinnt die unternehmens- oder standortübergreifende Zusammenarbeit im Sinne von Supply-Chain-Management (SCM) eine immer größere Bedeutung. Eine erfolgreiche Umsetzung von SCM-Konzepten entscheidet häufig über wirtschaftlichen Erfolg und zukünftige Wettbewerbsfähigkeit.

Hemmnisse einer SCM-Umsetzung

Trotzdem sind speziell kleine und mittlere Unternehmen (KMU) häufig nicht in der Lage, die vom Markt geforderte logistische Leistung zu erbringen. Viele Unternehmen können im Vorfeld einer Anpassung der unternehmensübergreifenden Prozesse Aufwand und Nutzen einer solchen Reorganisation kaum quantifizieren. So ist beispielsweise die Verteilung des Nutzens von SCM-Konzepten auf die Partner eines Netzwerks ungewiss, und die Umsetzung zur Verfügung stehender SCM-Konzepte bleibt daher aus.

Hinzu kommt, dass die Umsetzung von SCM-Konzepten in der Regel mit Investitionen von nicht unerheblichem Umfang verbunden ist. Diese Investitionen sind aus Sicht einzelner Unternehmen mit hoher Unsicherheit und hohen Erfolgsrisiken behaftet. Häufig unterbleibt die Investition, wenn aus Sicht einzelner Kooperationspartner die Vorteilhaftigkeit im Vorfeld nicht zu identifizieren ist oder Projektrisiken als zu hoch eingeschätzt werden. Daher bleiben viele Potenziale von Unternehmensnetzwerken ungenutzt.

Ziele des Projekts CBS-Net

Um diese Problemstellung zu beheben, sollte das Forschungsprojekt CBS-Net im Ergebnis eine Entscheidungsunterstützung zur Verfügung stellen, welche eine Aufwand- und Nutzenbetrachtung der Umsetzung von SCM-Konzepten ermöglicht. Ferner sollte eine „gerechte“ Verteilung von Kosten und Nutzen bei der Implementierung von SCM-Konzepten berücksichtigt werden (vgl. Bild 1). Gleichzeitig wurden durch die Definition von Standardprozessen Kennzahlen, Schnittstellen und Parameter für eine erfolgreiche Umsetzung erstellt.

Vor dem Hintergrund dieser grundlegenden Zielsetzung sollten im Projektverlauf unter anderem die folgenden Fragestellungen beantwortet werden:

  • Welches sind die für Unternehmensnetzwerke relevanten SCM-Konzepte, die die Optimierungspotenziale der Lieferketten heben können?
  • Wie können Standardprozessmodelle dieser ermittelten Konzepte erstellt werden?
  • Welches sind die bei der Umsetzung von SCM-Konzepten anfallenden Kosten- und Nutzenfaktoren?
  • Welchen einzelnen Prozessschritten und welchen Partnern des Netzwerks können die ermittelten Faktoren zugeordnet werden?
  • Wie kann im Vorfeld einer Umsetzung eines SCM-Konzepts eine nutzengerechte Verteilung des Aufwands auf die beteiligten Partner eines Unternehmensnetzwerks methodisch unterstützt werden?

Zusammenfassend sollten durch CBS-Net die Eintrittsbarrieren und Hemmschwellen einer potenziellen Umsetzung von SCM-Konzepten reduziert werden.

Zusammenfassung der Problemstellung und Zielsetzung
Zusammenfassung der Problemstellung und Zielsetzung

Das Forschungsprojekt CBS-Net wird im Zeitraum von Februar 2008 bis November 2009 durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) über die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e. V. (AiF) unter der Vorhaben-Nr. 15533 N gefördert. Die Durchführung des Projekts geschieht in Zusammenarbeit des Forschungsinstituts für Rationalisierung (FIR) an der RWTH Aachen und des Instituts für Fabrikanlagen und Logistik (IFA) der Leibniz Universität Hannover mit zahlreichen Industrieunternehmen des projektbegleitenden Ausschusses.

Projektpartner

Dieses Projekt wird/wurde bearbeitet innnerhalb der folgenden Branche:

  • Wissenschaft und Forschung

Einordnung des Projekts in die Themenlandschaft des FIR

  • Themenfeld: Produktionsmanagement

Ihr Ansprechpartner

Reschke, Jan

Laufzeit

01.02.2008 - 30.11.2009

Förderkennzeichen

15533 N

Projektträger

Logo des Projekttraegers Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" e. V. (AiF)

Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" e. V. (AiF)

Förderhinweis

Das Projekt wurde mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert.

(c) 2009-2018 FIR e. V. an der RWTH Aachen   -   www.fir.rwth-aachen.de