WAMA

Wertorientierte Auftragsabwicklung im Maschinen- und Anlagenbau


Das Ziel des Forschungsvorhabens bestand in der Entwicklung eines Demonstrators in Form eines Online-Analysetools, welches KMU in der Optimierung ihres Working-Capital-Managements aktiv unterstützt. Es sollte eine standardisierte Methodik zum Tragen kommen, die auf Basis quantitativer Simulationsergebnisse und eines qualitativen Priorisierungsportfolios fallbezogene Handlungsempfehlungen entwickelt. Die Grundlage bildete ein mathematisches Referenzmodell, das unter Berücksichtigung von spezifischen Logistikstrategien Verbesserungspotenziale im Auftragsabwicklungsprozess identifiziert.

Liquidität stellt für produzierende Unternehmen in Krisenzeiten die notwendige Zahlungsfähigkeit sicher und ermöglicht in starken Wachstumszeiten die Vorfinanzierung des Umsatzes. Häufig kann jedoch das Kapital in Form von liquiden Mitteln knapp werden und damit die Wettbewerbsfähigkeit gefährden.

Eine hohe Relevanz weist die Liquiditätssicherung insbesondere in der Branche des Maschinen- und Anlagenbaus auf. Die steigenden Auftragseingänge sowie die infolge der kundenindividuellen Wertschöpfungsausrichtung entstehenden langen Projektlaufzeiten sind auch für finanziell abgesicherte KMU im Maschinen- und Anlagenbau mit erheblichen Risiken verbunden.

Insgesamt gewinnt die zielkonforme Planung und Steuerung des sogenannten Working Capitals immer stärker an Bedeutung. Dennoch wird bei KMU aufgrund der fehlenden aufbauorganisatorischen Strukturen die Optimierung des gebundenen Kapitals nicht konsequent fokussiert. Es bedarf eines praxisorientierten Leitfadens für KMU in der Auftragsfertigung des Maschinen- und Anlagenbaus, der die Stärkung der Innenfinanzierung zum Ziel hat.

Das vorliegende Forschungsvorhaben intendierte die Entwicklung einer Methodik zur Optimierung des Working Capitals in der wertorientierten Auftragsabwicklung unter Berücksichtigung der unternehmensspezifischen logistischen Zielsetzungen.