FIR-Jahrbuch 2018
95 Das FIR forscht nicht nur in Kooperationsprojekten auf nationaler Ebene, sondern auch in zahlreichen internationalen Projek- ten, welche von der Europäischen Kommission gefördert werden. Die Aufgabe der EU-Practice ist die bereichsübergreifende Unterstützung des FIR bei diesen internationalen Aktivitäten, vor allem bei der Vernetzung und Bekanntmachung des Instituts, bei der Partnerakquise und im Rahmen der Beantragung von Forschungsprojekten. Das Netzwerk des FIR wird durch diese Treffen sowie die Teilnahme an internationalen Konferenzen und Veranstaltungen der Europäischen Kommission stetig ausgebaut. Eine wichtige Rolle spielen hierbei auch verschiedene internationale Interessenge- meinschaften wie EARTO und EFFRA, in welchen das FIR mitwirkt. Seit Oktober 2017 koordiniert Stephanie Harfensteller als EU-Projektmanagerin die Antragsaktivitäten und bildet die Schnitt- stelle zwischen der EU-Practice und den einzelnen EU-Projektanträgen am FIR. Im Rahmen der Beantragung von Forschungs- projekten unterstützt sie zusammen mit der EU-Practice bei der Identifikation, Auswahl und Interpretation relevanter Ausschrei- bungen, bei der Entwicklung von Projekten (z. B. Projektumfang, Projektstruktur, Disseminationsansätze und der Kalkulation oder bei formalen Fragen (z. B. Einreichungsprozess, Mindestanforderungen, Förderquoten) sowie bei den EU-Netzwerkakti- vitäten und der Partnersuche für die EU-Konsortialprojekte. Dabei kann das FIR auf langjährige Erfahrung in der Beantragung und Bearbeitung zahlreicher Forschungsprojekte zurückgreifen. Gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, konnten bereits im Juli 2016 zwei neue Projekte begon- nen werden: Ziel von „CyberKMU 2 “ (s. S. 82) ist es, eine Online-Plattform für produzierende KMU zu entwickeln, um cyber- physische Systeme zu identifizieren und Schwachstellen in der Produktion zu beheben. Mit dem Projekt „CCS“(s. S. 82) soll eine cloudbasierte Collaboration-Software für die Baubranche entwickelt werden. Ebenfalls durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, wird seit Mai 2017 das Projekt „iProd“ (s. S. 96) gefördert. Bis April 2020 umfasst das Forschungsvorhaben die Entwicklung und Validierung eines Industrie-4.0-tauglichen Lösungs- konzepts zur Regelung der Produktion, die von Abweichungen und Störungen geprägt ist. Hauptzweck ist die Verbesserung der logistischen Leistungsfähigkeit. Im Rahmen eines EU-Fördercoachings durch die „Kooperationsstelle EU der Wissenschaftsorganisationen“ (KoWi) im September 2018 wurden relevante Ausschreibungen für die kommenden Monate und Jahre identifiziert, weitere Veranstaltungen zur Unterstützung der EU-Forschungsaktivitäten am FIR sind für 2019 geplant. Aktuell sind außerdem vier Forschungsanträge aus allen Bereichen des FIR in Vorbereitung beziehungsweise in Prü- fung durch die EU-Kommission, davon auch einer mit Antragsunterstützung der Johannes-Rau- Forschungsgemeinschaft. Weitere EU-Anträge sind bereits für den Zeitraum 2019 – 2020 in Planung und die Vorbereitungen auf das neue EU-Forschungsrahmenprogramm Horizon Europe sind bereits angelaufen. EU-Aktivitäten
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