UdZ 2-2014

26 Unternehmen der Zukunft 2/2014 UdZ Exzellenz in Produkten und Prozessen der IT Wie sich die IT-Abteilung wertorientiert steuern lässt Um Nutzen für die Fachbereiche zu schaffen, muss die IT-Abteilung flexibel auf Anforderungen reagieren können, gleichzeitig ist sie mit einem ständigen Kostendruck konfrontiert. Um diesem Dilemma zu begegnen, gilt es, die technische und organisa- torische Ausrichtung der IT zu optimieren. Flexible Infrastruktur und Systeme bilden die Grundlage für agile Anpassungen, effiziente IT-Prozesse überführen diese schnell in neue Funktionen und Lösungen. In zwei Forschungsvorhaben untersucht das FIR , wie eine solche Flexibilität erreicht werden kann. Das Forschungsprojekt WOMTA der Forschungsvereinigung FIR e. V. an der RWTH Aachen , Campus-Boulevard 55, 52074 Aachen wurde über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der industriel- len Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages unter dem Förderkennzeichen 16848 N gefördert. Das IGF-Vorhaben "Grade IT" (17910 N) der Forschungsvereinigung FIR e. V. an der RWTH Aachen , Campus-Boulevard 55, 52074 Aachen wird über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. Umfragen zum Einfluss von IT auf Unter- nehmenserfolg und Innovationskraft sorgen bei kaum einem interessierten Leser noch für Überraschungen: Der Einfluss wird als sehr hoch wahrgenommen und anerkannt , gerade auch für produzierende Unternehmen. Nichtsdestotrotz erfährt die IT-Abteilung oft Budgetkürzungen und wird zu Kosteneinsparungen verurteilt. Vor allem, weil über 80 Prozent des IT-Budgets für den Betrieb der bestehenden Systeme und Infrastruktur aufgewendet werden und gleichzeitig die IT-Kosten seit 2006 durch- schnittlich um über 10 Prozent gestiegen sind, ist diese Maßnahme für Geschäftsführer und Budgetverantwortliche so attraktiv. IT-Abteilungen können diesemKostendruck durch eine Professionalisierung und Industrialisierung ihrer Leistungserbringung begegnen. In diesem Kontext konzentrieren sie sich einerseits auf eine optimierte Leistungserbringung in den IT- internen Prozessen durch Standardisierung und Konzentration auf Kernkompetenzen, anderer- seits auf die Schaffung flexibler und leistungs- fähiger IT-Architekturen durch Modularisierung und Dezentralisierung. Dies ist für reine Infrastruktur und zugehörige Dienste weit fort- geschritten, bei den so wichtigen betrieblichen Anwendungssystemen haben Unternehmen jedoch sowohl auf technischer als auch organi- satorischer Ebene Aufholbedarf. Wie können IT-Abteilungen flexibel auf die Anforderungen aus den Fachbereichen re- agieren? Auch für die IT-Abteilung ist der Zweiklang aus Effektivität und Effizienz wichtig. Effektivität bedeutet in diesem Kontext, die für das Unternehmen richtigen Leistungen und Systeme anzubieten. Effizienz hingegen steht für eine möglichst aufwandsarme Erbringung der Leistungen. In beiden Dimensionen – Effektivität wie Effizienz – muss sich die IT-Abteilung also wei- terentwickeln, will sie für ihr Unternehmen einen nachhaltigen Vorteil schaffen. Einen Überblick über die beiden Anspruchsdimensionen an die IT- Abteilung und mögliche Folgerungen gibt Bild 1. In zwei Forschungsvorhaben entwickelt das FIR gemeinsam mit Partnern aus der Praxis Ansätze, die Effektivität oder Effizienz der IT-Abteilung FIR-Forschungsprojekte Bild 1: Effektivität und Effizienz in der IT-Abteilung

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