UdZ 2-2014
40 Unternehmen der Zukunft 2/2014 UdZ Softwareanbieter, Sensorhersteller und andere Partner unter dem Dach des Clusters Logistik zu- sammen und diskutieren, erforschen und erproben neue Komponenten und Lösungsalternativen. Das Smart-Systems-Innovation-Lab bildet hier- bei den Inkubator neuer Ideen und katalysiert deren Umsetzung durch das umfangreiche Partner- netzwerk, was sich in einem breiten Leistungs- angebot niederschlägt (siehe Bild 1, S. 39). Um beispielsweise innerhalb kürzester Zeit inno- vative Prozessverbesserungen durch den Einsatz geeigneter Technologien von der Konzeption über die prototypische Umsetzungen bis hin zum praktischen Einsatz erfolgreich umsetzen und be- gleiten zu können, wurde am FIR einemethodische Vorgehensweise zur individuellen Technologie- und IT-Einsatzplanung entwickelt (siehe Bild 2). Die erste Phase umfasst die Analyse und Bewertung von Prozessen in Bezug auf Potenziale durch Technologieeinsatz und organisatorische Anpassungen. Die zweite Phase behandelt die Auswahl und Konzeption von technologischen Lösungen zur Prozessoptimierung. In der drit- ten Phase der Umsetzungsbegleitung stehen dann die zielgerichtete Lieferantenauswahl, der Bau von Prototypen und das Management wie auch Controlling der Umsetzungsprojekte im Vordergrund. Für die Erreichung der jeweiligen Phasenmeilensteine kommen aktuelle Methoden und Tools aus dem Innovation-Lab-Baukasten des Innovation-Labs zur Anwendung, die auf die schnelle und individuelle Lösungsfindung hin optimiert wurden. Die zugrundeliegenden Konzepte entstammen neuesten Erkenntnissen aus Forschungsprojekten und -studien, die lau- fend aufbereitet und ergänzt werden. Das Aufspüren der unternehmensspezifischen Verbesserungspotenziale beginnt jeweils mit einer umfangreichen Analyse des Ist-Zustands bisheriger wie auch angrenzender Prozessschritte. Hieraus können nun spezifische Ansatzpunkte für den innovativen Einsatz von technologischen Lösungsalternativen abgeleitet werden. Die Prozessverbesserung ergibt sich beispielsweise in dem Wegfall vormaliger bzw. der Gestaltung neuer effizienterer Prozessschritte. Die vollstän- dige oder teilweise Automatisierung vormals manueller Vorgänge reduziert hierbei nicht nur die Bearbeitungszeiten, sondern verbessert zugleich auch die Datenqualität, indem Medienbrüche vermieden werden. Neben den technologischen werden explizit auch organisatorische Optimierungsmaßnah- men berücksichtigt, die vielfach einen Quick Win generieren können. Die Technologie- und Anwendungsfalldatenbank des Smart-Systems- Innovation-Labs bildet an dieser Stelle den Ausgangspunkt zur Identifikation möglicher Technologiealternativen. Mittels Technologie- scouting werden passende Lösungen ermittelt, die teilweise bereits durch Transfer und Anpassung gemäß den spezifischen Anforderungen des neuen Anwendungsfeldesverwendetwerdenkönnen.Viele Lösungen ergeben sich jedoch aus der geschickten Kombination bekannter Lösungsbausteine, die aus dem Innovation-Lab-Baukasten direkt zusammen- gesetzt und vor Ort getestet werden können. In der Umgebung des Smart-Systems-Innovation- Labs können solche Aktivitäten nicht nur initiiert, sondern auch in praxisgerechte Umsetzungs- projekte überführt werden, die individuell auf die Bedürfnisse der einzelnen Unternehmen aus- gerichtet sind und sich an den Grundsätzen des Systems-Engineerings orientieren. Das Portfolio der betrachteten Technologien reicht dabei von etablierten Lösungskonzepten bis hin zur Erprobung und Bewertung aktueller Trendthemen. Bild 2: Methodisches Vorgehen zur Entwicklung individueller IT-Lösungen Cluster Logistik
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