UdZ 2-2014
47 Unternehmen der Zukunft 2/2014 UdZ Welchen Wert stiftet Ihre IT? Wie Sie den Wertbeitrag Ihrer Unternehmens-IT transparent machen können Die IT ist aus Unternehmen nicht mehr wegzudenken. Das Gros der Manager sieht in seiner IT nicht-ausgeschöpftes Potenzial für das Business. Doch der tatsächliche Wertbeitrag der IT bleibt intransparent. IT-Leiter auf der anderen Seite können ihren geschaffenen Nutzen nur schwer im Unternehmen kommunizieren. Sie sind mit der Steuerung einer komplexen IT-Landschaft gefordert. Um eine langfristige Entwicklungsstrategie für die IT zu formulieren, müssen der Status quo des Wertbeitrags der IT bestimmt und innovative Lösungen systematisch bewertet werden. Unternehmens zu stiften. Dafür müssen die eingesetzten Anwendungen auf Konsistenz und Wiederverwendung von Funktionen ausge- richtet werden, während auf Technologieebene Kostenersparnisse durch Standardisierung und Harmonisierung im Vordergrund stehen. Zusammenfassend geht es also darum, in den Fachbereichen Wert mithilfe der IT zu schaffen und zeitgleich die IT-Komplexität möglichst gering zu halten. Einen Überblick über dieses Konzept gibt Bild 1. Wertbeitrag der IT greifbar machen Wie kann die IT Wert schaffen? Eine mög- liche Betrachtungsweise differenziert vier verschiedene Kategorien: ressourcen-, lö- sungs-, prozess- und produktorientier te IT-Potenziale [5] . Ressourcenorientiertes IT-Potenzial schlummert beispielsweise in aufwendigen Planungsabläufen des ERPs, die erst durch leistungsfähige Server möglich werden. Die automatische Vermessung der Außenmaße von Paketen durch vorkonfigurierte Stationen im Materialfluss ist ein lösungsorien- tiertes Potenzial, das anschließende Prozesse Obwohl der Nutzen von IT nicht von der Hand zu weisen ist [1; 2; 3] , tun sich sowohl Wissenschaft als auch Praxis bei der konkreten Bewertung ebendieses Nutzens sehr schwer. Es mangelt an Methoden und Modellen, die eine schnelle, transparente und belastbare Aussage über die Leistungsfähigkeit der Unternehmens- IT ermöglichen [4] . Die Messung des kon- kreten Nutzens einer IT-Abteilung ist daher sehr aufwendig, kann nur auf Fallbasis durch- geführt werden und ist vor allem für kleine Unternehmen mit beschränkten Ressourcen de facto nicht durchführbar. Das führt dazu, dass Entscheidungen der IT-Strategie nicht an Veränderungen der Effizienz gemessen werden, sondern vielmehr auf Abschätzungen und dem Bauchgefühl der Entscheidungsträger fußen. Die IT-Abteilung steht nur vor der Frage, wie Innovationspotenziale mit der bestehenden IT-Landschaft in Zusammenarbeit mit den Fachbereichen und unter Berücksichtigung der Unternehmensstrategie realisiert werden können. Ziel ist eine schnelle Reaktionsfähigkeit im Hinblick auf unweigerlich auftretende Veränderungen in Prozessen und Produkten, um echten Wert in den Kernprozessen des Bild 1: Unterschiedliche Nutzen und Gestaltungsziele auf verschiedenen Ebenen des Unternehmens Industrieprojekte – Analysieren und optimieren
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