UdZPraxis 1-2017

24 UdZ Praxis Im Center Connected Industry arbeiten An- bieter und Anwender unter einem Dach an selbstgewählten Innovationsthemen der digitalen Vernetzung. In kurzen Sprints (s. Bild 3) werden die Industriepartner durch die breite wissenschaftliche Expertise RWTH-eigener Experten bei der Konzeption (beispielsweise im regelmäßigen InnoCirc- le-Thinktank), Umsetzung und Integration unterstützt. Der Zugang zum exklusiven Netzwerk relevanter Lösungsanbieter und Forschungspartner stellt die umfassende Übersicht über relevante Informations- und Kommunikationstechnologien im Bereich der vernetzten Digitalisierung sicher. Durch den direkten Einbezug der industriellen Anwender können innovative Lösungen gemäß den Anforderungen aus der Praxis gestaltet und anwendungsnah in Bezug auf Wettbewerbsvorteile getestet werden. Großes Interesse besteht bei allen Cen- ter-Mitgliedern an einer Erweiterung der bestehenden Community und Wissens- basis. Centerleiter Christian Maasem lädt daher alle interessierten Anbieter und An- wender dazu ein, sich an den innovativen Arbeiten zu beteiligen und die Zukunft der vernetzten Wirtschaft aktiv mitzugestal- ten. ms Der Baustein der Interoperabili- tät wurde im Centerprojekt „Wire- less Kart Trace“ zusammen mit Er- icsson, SICK, GS1 und dem FIR als Forschungspartner bereits als erster Entwicklungsschritt in Form eines Demonstrators präsentiert. Hierbei wird die zukünftige 5G-Kommunika- tionsschnittstelle bereits zur Etablie- rung eines neuen EPCIS-Event-ge- triebenen Datenaustauschstandards für die Produktion in der drahtlo- sen Fabrik über OPC-UA verwendet (s. Bild 5 – „Wireless Kart Trace“). Weitere Aktivitäten wie bspw. „Smart Parcel“ zielen darauf ab, „Industrie 4.0 in der Logistik erlebbar zu ma- chen“, wie Dr. Giovanni Prestifilippo, Geschäftsführer der PSI Logistics, er- läutert. Im Rahmen eines sogenann- ten Center-Projekts wird innovative IoT-Technologie in Form von Bluetooth-Beacons mit ge- schäftserprobten PSI-Logistik- systemen verknüpft, um die erste Stufe zur Umsetzung sich selbst steuernder Pakete um- zusetzen. Echtzeitdaten der mit Beacons ausgestatteten Pakete, wie beispielsweise Beschleuni- gung und Temperatur, werden neben der zugehörigen eindeu- tigen Identifikationsnummer zur Optimierung und Automatisie- rung der Transportprozesse und intralogistische Materialflüsse verwendet. Die relevanten Infor- mationen werden durch mobile Apps direkt am Ort des Gesche- hens, der Demonstrationsfabrik Aachen, bereitgestellt, in der die neue Lösung unter Live-bedin- gungen verprobt wird. Eine Win-win-Situation für Anbieter und Anwender

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