UdZPraxis 1-2017
30 UdZ Praxis Die Demonstrationsfabrik Aachen vereint ja auf sehr anschauliche Weise die Verzahnung von For- schung und Entwicklung auf dem RWTH Aachen Campus. Können Sie kurz die Idee hinter der Demons- trationsfabrikAachenbeschreibenund diebisherige Entwicklung skizzieren? G. Tücks: Die DFA hat das Ziel, der Industrie den Ansatz, den Begriff und die Theorie hinter dem Wort Industrie 4.0 näherzubringen. Die- ser Begriff ist heute in aller Mun- de. Man hört und liest tagtäglich und in sämtlichen Zeitungen und Zeitschriften Berichte über Indus- trie 4.0 in Deutschland. Die DFA möchte einen Beitrag dazu leisten, diesen Begriff erlebbar zu machen und verständlich darzustellen. 2013 wurde die DFA als eigenstän- dige GmbH gegründet und wir ha- ben durch Aufstockung des Equip- ments, der Maschinen und Anlagen in den letzten Jahren erreicht, dass wir nun voll ausgestattet und in der Lage sind, eine Prototyppro- duktion sowie die Produktion einer Vorserie durchzuführen. Wie ist die DFA imKontext des RWTH Aachen Campus positioniert? G. Tücks: Die DFA ist auf dem RWTH Aachen Campus im Cluster Smart Logistik angesiedelt. Den dort behe i - Die Demonstrationsfabrik Aachen (DFA) ist zentraler Bestandteil des Clusters Smart Logistik auf dem RWTH Aachen Campus. Hier stehen Fragestellungen rund um das Thema Industrie 4.0 im Mittelpunkt. Die digitalisierte Produktion bleibt hier nicht Vision, sondern ist längst Wirklichkeit geworden. Dr. Gregor Tücks, Geschäftsführer der Demonstrationsfabrik Aachen, gibt Einblicke in die bisherige Ent- wicklung der DFA und aktuelle Projekte in den Bereichen Forschung, Weiterbildung und Produktion. Das Gespräch mit ihm führteThies Bach für die UdZPraxis-Redaktion. mateten Instituten und Centern bietet die DFA eine Infrastruktur, um ihre Forschungs- und Indust- riethemen voranzutreiben. Hierbei bildet die DFA den Kern von erleb- barer Industrie 4.0. Wie grenzt sich die DFA von an- deren Demonstrationsfabriken ab und wie ist das Geschäftsmodell der DFA aufgebaut? G. Tücks: Die DFA steht auf drei Säulen: Die erste Säule ist das Thema Forschung. Wie bereits erwähnt, bieten wir den an- sässigen Instituten eine reale For- schungsumge - bung an, in der Forschungsprojekte abgewickelt und dargestellt werden können. Darüber hinaus sind wir als DFA auch selbst an Forschungsprojek- ten beteiligt. Bei dem zweiten Bereich handelt es sich um die Weiterbildung. Un- sere Partner, wie beispielsweise das FIR, das WZLforum oder das ‚Lean Enterprise Institut‘, nutzen die Infrastruktur der DFA, um hier Seminare, z. B. zu den Themen Lean Production und Industrie 4.0, anzubieten. Als dritter Bereich ist die reale Pro- duktion zu nennen, die im Prinzip alles verbindet. Forschung und Wei- terbildung geschehen bei uns anhand der Entwicklung realer Produkte | Interview
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