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20. Aachener ERP-Tage 2013
Industrie 4.0 –Intelligente Vernetzung in Produktion und Logistik
Rund 300 Wirtschaftsexperten und Wissenschaftler besuchten vom 11. bis zum 13. Juni 2013
die 20. ERP-Tage im Tivoli Business & Events in Aachen, um sich über das Thema Industrie 4.0
auszutauschen. In bewährter Aachener Tradition setzte sich die Fachveranstaltung des FIR an
der RWTH Aachen aus einem Praxistag mit Workshops zu den Themen ERP-, Bestands- und
Prozessmanagement, einer Fachmesse mit namhaften ERP-Anbietern sowie der Fachtagung
mit den beiden Tagungssträngen ERP-Praxis und Logistik zusammen. „Ich bin davon überzeugt,
dass wir unseren Gästen auf den 20. Aachener ERP-Tagen ein Gefühl für das Unternehmen der
Zukunft vermitteln konnten“,freute sich der FIR-Geschäftsführer undGastgeber derVeranstaltung
Professor Volker Stich über das rege Interesse der Teilnehmer.
Während derVeranstaltung referierten 19 Redner aus Forschung und Industrie über ihre Erfahrun-
gen mit ERP-Projekten und gaben wertvolleAnregungen,wie sich Logistikleistungen imHinblick
auf das Thema Industrie 4.0 optimieren lassen. Dabei spielten neue Kommunikationsmedien,
Standards und die Digitalisierung eine entscheidende Rolle für die Prozessoptimierung. Der Insti-
tutsdirektor des FIR, Professor Günther Schuh, betonte, dass die neuen Kommunikationsmedien
derzeit vorwiegend von der heranwachsenden sogenannten „GenerationY“ genutzt würden.Die
ältere Generation müsse dringend lernen,mit diesenMedien umzugehen, um das damit verbun-
dene Potenzial auszuschöpfen. „Während im Jahr 2007 15 Prozent der Weltbevölkerung digital
vernetzt waren, sind es heute circa 85 Prozent“, so der Professor. Eine weitere Herausforderung
in einer Supply-Chain seien die Systemgrenzen zwischen den unterschiedlichen Akteuren. Diese
müsstenmithilfe von Standards überwundenwerden,erklärte der Geschäftsführer der imCluster
Logistik amRWTHAachenCampus immatrikulierten ZITEC IndustrietechnikGmbH,Walter Nemetz.
Zum Schluss sei es entscheidend, systemsicher und medienbruchfrei zu arbeiten. Hier könnten
Standards helfen, eine sichere Datenbasis zu schaffen.Wie sich Standards und das Digitalisieren
von Dokumenten in der Praxis bewähren können, wurde in demVortrag des Leiters des Finanz-
und Rechnungswesens von NetCologne, Marc Wolter, deutlich. Dieser eröffnete tiefgreifende
Einblicke in die erfolgreich optimierten Prozesse des Unternehmens. Durch den Einsatz von
Standardsoftware ließen sich dieArbeitsschritte imRechnungswesen von 13 auf fünf reduzieren,
was zu einer Entlastung der Mitarbeiter und einer Reduktion der Betriebskosten führte. Um zu
verdeutlichen, dass das unternehmensübergreifende Vernetzen von Maschinen, Produkten und
Prozessen längst keine Zukunftsmusik mehr ist, stellte Professor Volker Stich die Vorzüge einer
Zusammenarbeit im Cluster Logistik vor, in dem schon heute komplexe Zusammenhänge der
Logistik erleb- und erforschbar werden. „Die Früchte des Campus fangen an zu reifen“, freute
sich Stich, der jüngst neben ZITEC auch die Couplink Group AG, die i2solutions GmbH und die
gepe Gebäudedienste PETERHOFF GmbH für eine Partnerschaft im Cluster Logistik gewinnen
konnte.Wie auch die anderen Immatrikulanten,konnten sie dieAachener ERP-Tage zurVernetzung
untereinander und zur Anbahnung gemeinsamer Campus-Aktivitäten nutzen.