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Mit seinen Forschungstätigkeiten verfolgt das FIR deshalb die folgende Vision:
„Im Jahr 2020 haben wir die theoretisch fundierte Basis entwickelt, um den Paradigmenwechsel
von der eindimensionalen Perspektive der Gestaltung von Wertschöpfungssystemen zu einer
vollständig integrativen Systemgestaltung bewältigen zu können. Die Potenziale von relevanten
Schlüsseltechnologien werden dann in vollem Umfang durch Unternehmen nutzbar.“
Die Entwicklungspfade und die daraus ableitbaren Gestaltungsdimensionen liegen …
1… in der zunehmenden Bedeutung von Dienstleistungen und Diensten in der Inte-
grationumfassenderProzessesowiefürdieGestaltungintegrativerSystemleistungen.Dienst-
leistungen wird hierbei eine integrierende Funktion zugesprochen und sie sind integraler
Bestandteil umfassender Wertschöpfungssysteme.
2… in der zunehmenden Durchdringung ubiquitärer Technologien und Systeme und den
damit verbundenen Möglichkeiten derVerschiebung von Systemintelligenz in dezentral und ver-
teilt angeordnete Komponenten. Technologien nehmen sowohl die Rolle als Befähiger ein und
können gleichermaßen erst Ergebnis einer Marktinnovation an sich sein.
3… in der Veränderung existierender Planungs- und Steuerungsphilosophien hin zu einem
kybernetisch geprägten Verständnis von Zusammenhängen auf der Gesamtsystemebene und
unter Einbeziehung verteilter und autonomer Mechanismen der Selbstregulation.
Die Entwicklungspfade und die zugehörenden Integrationsbedarfe sind in der folgenden
Abbildung dargestellt.
Jede Veränderung entlang der Entwicklungspfade stellt für sich betrachtet bereits eine beson-
dere Herausforderung an die Gestaltung eines Wertschöpfungssystems dar. Die zentrale Her-
ausforderung besteht jedoch in einem konvergenten Zusammenwirken der Gestaltungsdimen-
sionen im Sinne einer integrativen Veränderung des Gesamtsystems. Durch die Verbindung der
Entwicklungspfade entstehen neue und hochgradig interdisziplinäre Forschungsfelder. Diese
stehen im Zentrum der mittel- und langfristigen thematischen Entwicklung des FIR und seiner
angegliederten Entitäten. Die Forschungsfelder werden unter dem Begriff „Enterprise-Integrati-
on“ zusammengefasst und im Campus-Cluster Logistik über das fortgeschriebene Forschungs-
programm systematisch entwickelt und erschlossen.