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Smart.NRW
Supply-Chain-Exzellenz mittels adaptiver Planungsprozesse und RFID-
Source-Tagging auf Case-Level in der Konsumgüterbranche von NRW
ImProjekt Smart.NRWsollen Grundlagen erarbeitet werden,umden Einsatz derTechnologie auf
Konsumgüterumverpackungen zu ermöglichen. So soll eine höhere Datentransparenz entlang
der Supply-Chain geschaffen werden, um die Planung und Steuerung weiter zu optimieren.
Zielsetzung imVorhaben ist deshalb,die technologischenVoraussetzungen für das RFID-Source-
Tagging zu schaffen und auf Echtzeitinformationen basierende logistische Planungs- und
Steuerungsmechanismen zu entwickeln. DasVorhaben besteht aus drei wesentlichen Baustei-
nen, die innerhalb einzelner Arbeitspakete bearbeitet und im Rahmen eines umfangreichen
Feldversuchs evaluiert werden.
Basierend auf der Vermessung am Markt verfügbarer RFID-Tags und typischer Referenzma-
terialien wird ein Modell hergeleitet, mit dem sich der für die jeweilige Verpackung bzw. das
Produkt optimaleTag sowie dessen bestmögliche Platzierung berechnen lassen. Das „Optimal-
Tag-Type-and-Position-Evaluator“ (OTTP) genannte Verfahren besteht aus Performanceda-
tenbanken, mathematisch-physikalischen Modellen, Messverfahren und darauf basierenden
Optimierungsalgorithmen.
Darauf aufbauend werden die Herstellungsprozesse für Kartonagen um die automatisierte
Einbringung von RFID-Tags in die Verpackung erweitert. Mithilfe des OTTP lässt sich der
optimale Anbringungsort berechnen und so der Prozess automatisieren. Zusätzlich werden
die Tags bereits während der Produktion codiert und die Informationen an übergeordnete IT-
Systeme weitergegeben. Durch das automatisierte Source-Tagging lässt sich dieAnbringung
auch von großen Mengen von Tags wirtschaftlicher durchführen als mit heutigen Verfahren.
Parallel zu den technischen Entwicklungen werden adaptive Planungs- und Steuerungs-
mechanismen entwickelt, welche die durch die RFID-Lesepunkte generierten zusätzlichen
Daten verwenden. Ergänzt um weitere Daten aus den ERP-Systemen werden diese inno-
vativen Planungsmechanismen dazu beitragen, die Warenverfügbarkeit zu maximieren
und gleichzeitig Bestände zu senken. Sie werden im Rahmen des Projektes prototypisch
implementiert und evaluiert. Zudem wird ein Bewertungsmodell konzeptioniert, das der
Evaluation des RFID-Einsatzes in gemeinschaftlichen Anwendungsszenarien unter Verwen-
dung hochauflösender echtzeitnaher Informationen dient. Entwicklungsbegleitend werden
in einem breit angelegten Feldversuch die für die Entwicklung notwendigen Daten erhoben
und die drei Entwicklungsbausteine abschließend evaluiert.
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