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Exzellenzcluster
„Integrative Produktionstechnik
für Hochlohnländer“
Teilprojekt „Cognition-enhanced, Self-Optimising Production
Networks“
Die im Rahmen des Aachener Exzellenzclusters „Integrative Produktionstechnik für Hochlohn-
länder“ geförderten Forschungsarbeiten, befinden sich seit November 2012 in der zweiten
Förderperiode.Mit der Bewilligung der Fördermittel durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft
(DFG) wurden die Forschungsaktivitäten in diesem Bereich für fünf weitere Jahre gesichert. Zum
langfristigen Ziel hat das Projekt, die Produktion in Hochlohnländern wie Deutschland insbe-
sondere vor dem Hintergrund eines zunehmenden dynamischen Umfeldes und zunehmender
Globalisierung zu sichern. Das FIR leitet in der zweiten Förderperiode dasTeilprojekt „Cognition-
enhanced, Self-Optimising Production Networks“, das sich in das Exzellenzcluster eingliedert.
In der ersten Förderperiode des Exzellenzclusters wurde ein Referenzmodell des Produktions-
managements entwickelt, das auf demViable-System-Model von Stafford Beer basiert und als
Ausgangspunkt für die Untersuchungen in dem Projekt dient. Nun wird detaillierter beleuchtet,
wie dieses Modell selbstoptimierende Produktionssysteme unterstützen kann.
Zur Erforschung dieses komplexen Themenbereiches entwickelt das FIR gemeinsam mit
weiteren Partnern wie dem Institut für Arbeitswissenschaften (IAW), dem Human-Computer-
Interaction-Center (HCIC) und dem Werkzeugmaschinenlabor (WZL) im ersten Schritt drei
Anwendungsfälle. Die Erforschung überbetrieblicher Zusammenhänge beschreibt einen
Anwendungsfall, der die Informationsbereitstellung, -darstellung und -granularität von
überbetrieblichen Informationen untersucht. Ziel ist es, dem Planer für überbetriebliche
Fragestellungen eine geeignete Entscheidungsunterstützung zu liefern. Die theoretisch
fundierte Basis dazu bilden auf der einen Seite Simulationen und auf der anderen Seite
konkrete Experimente, die situative Verhaltensweisen von Menschen aufzeigen sollen. In
einem weiteren Fall geht es um die möglichst optimale Koordinierung und Verknüpfung
eigenständiger Teilsysteme in einem Unternehmen unter Einbezug des Menschen. Der letzte
Anwendungsfall befasst sich vordergründig damit, wie der Mensch durch Mustererkennung
und Visualisierung bei der Produktionssteuerung unterstützt werden kann.
In allen Anwendungsfällen sollen Demonstratoren entstehen, die die Ergebnisse der For-
schungsarbeiten greifbar und weiter erforschbar machen. Dabei werden dieVersuchsaufbauten
sukzessive vernetzt und in der Demonstrationsfabrik des Campus-Clusters Logistik ausgebaut.