SAAT

Sustainable Agriculture through Artificial Intelligence and Digital Technologies

Ziel des Forschungsprojekts ‚SAAT’ ist es, die technische und wirtschaftliche Machbarkeit von nachhaltigen Mischkulturen in der Landwirtschaft nachzuweisen. Dafür werden ein Feldplanungstool auf Basis erklärbarer KI sowie ein KI-gesteuertes Sortierrobotikmodul zur Feldfruchtsortierung auf autonomen Erntesystemen entwickelt und die Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit von Mischkulturen im Vergleich zu Monokulturen mittels mehrdimensionalen Monitorings gemessen.

Aktuell: Feldführung zum Mischkulturanbau mit roboterisiertem KI-Monitoring

Kostenfreie Einladung an Interessierte zur Teilnahme am 18. Juli 2024

Wir präsentieren Ihnen den Feldversuch direkt vor Ort (Dammanbau von Möhre, Zwiebel und zwei unterschiedlichen Kartoffelsorten in verschiedenen Mischkulturformen) und stellen Ihnen den Monitoring-Roboter ‚Lero‘ bei einer Livevorführung vor.

Zur Veranstaltung inkl. Anmeldung

Projekttransfer

Im Rahmen der Abschlussveranstaltung des GreenTech Innovationswettbewerbs des BMFTR am 24. und 25. März 2026 konnten wir gemeinsam mit zahlreichen Akteur*innen aus Forschung, Wirtschaft und Praxis wertvolle Einblicke gewinnen und unsere Projektergebnisse präsentieren. Im Fokus standen dabei: Die Präsentation zentraler Ergebnisse des Projekts ‚SAAT‘; der intensive Austausch mit anderen Projekten in unterschiedlichen Formaten; die Vertretung des Projekts ‚SAAT‘ im Panel ‚Nachhaltigkeit durch KI – vom Pilotprojekt zur realen Wirkung‘; vielfältige Vernetzungsmöglichkeiten. – Die Veranstaltung verdeutlichte eindrucksvoll, welches Potenzial digitale Technologien für eine nachhaltige Transformation bieten.

Am 25. November 2025 wurde das SAAT-Projekt und der aktuelle Forschungsstand im VKU-Forum in Berlin auf der ‚Digital GreenTech Konferenz‘ vorgestellt. Hierbei stand vor allem das digitale Feldplanungstool mit seinen unterschiedlichen KI-Ansätzen zur Vorschlagsgenerierung für Mischkulturen im Vordergrund. (Zur Vortragsaufzeichnung [YouTube-Link])

Vom 15. – 17. September 2025 fand beim Gut Arenshorst in Bohmte ein Feldtag statt. Neben dem FIR, waren auch die Partner Schmiede.one, SeedForward GmbH und Nature Robots vor Ort. Zentrale Ziele und Erkenntnisse der Auswertung der innerhalb dieser Tage erfolgten Ernte (Aussaat am 16.04.2025) waren: Deutliche Unterschiede in der Erntemenge bei verschiedenen Kulturen, insbesondere behandelt/unbehandelt sowie Einfluss von verschiedenen Kulturen in Reihen nebeneinander; Ernte mit Harvey sowie herkömmlichen Kartoffelroder von GRIMME Landmaschinenfabrik GmbH & Co. KG erfolgreich und möglich gewesen; insbesondere Möhren konnten vom Harvey mit der Trommelaufnahme gut geerntet werden, für traditionellen Roder muss geschlägelt werden; Auswertungen der Zahlen ist noch ausstehend; insgesamt sehr gute Ernte, insgesamt wurden in vier Tagen 44 Tonnen Ernte eingefahren.

Zur ‚Feldführung zum Mischkulturanbau mit roboterisiertem KI-Monitoring‘ waren am 18. Juli 2024 alle Interessierten kostenfrei eingeladen. Direkt vor Ort wurde den Teilnehmenden der Feldversuch – bestehend aus Dammanbau von Möhre, Zwiebel und zwei unterschiedlichen Kartoffelsorten in verschiedenen Mischkulturformen – präsentiert. Außerdem wurde ihnen der Monitoring-Roboter ‚Lero‘ bei einer Livevorführung vorgestellt.

Ausgangssituation

Der landwirtschaftliche Sektor zählt global zu den größten Emittenten von Treibhausgasen und die übliche Praxis der intensiven Landwirtschaft und der Monokultur-Bebauung sind durch die Zerstörung von Lebensraum mitverantwortlich für den starken Artenverlust. Zudem erfordert der Klimawandel klimaresilientere Anbauweisen auf Feldern. Ein Lösungsansatz hierfür sind Mischkulturen, für die es jedoch noch keinerlei industrielle und damit profitable Umsetzung gibt.

Lösungsweg

Im Projekt ‚SAAT’ werden Lösungen entwickelt, die die breite Anwendung von Mischkulturen ermöglichen. Aktuell wird dies durch die technisch komplexe Ernte und das zu wenig untersuchte Feldlayout für Mischkulturen verhindert. Zur Lösungsentwicklung sollen in folgenden Schritten Teilergebnisse erzielt werden:

  • Erstellung eines Feldplanungstools auf Basis erklärbarer KI zur Ermittlung einer effektiven, kulturdiversen Feldbelegung;
  • Messung von Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit von Mischkulturen im Vergleich zu Monokulturen mittels mehrdimensionalen Monitorings;
  • Erstellung eines KI-gesteuerten Sortierrobotikmoduls zur Feldfruchtsortierung, das in autonomen Erntesystemen mit Mischkulturen eingesetzt werden kann.

Ein wichtiger Aspekt des Projektes ist die Dissemination der Ergebnisse in die landwirtschaftliche Branche und die Öffentlichkeit.

Erwartetes Ergebnis

Als Ergebnis soll ‚SAAT’ durch den holistischen Ansatz das Potenzial der Mischkulturanbauweise ermitteln und deren technische und wirtschaftliche Machbarkeit nachweisen. Die entwickelten Technologien sowie identifizierten Anwendungsfälle und Datenbanken dienen als Grundlage für weitere Entwicklungen und sollen eine nachhaltige Alternative für die industrielle Landwirtschaft aufzeigen.

Nutzen für die Zielgruppe

Die Ergebnisse sollen als Anreiz und Grundlage für Landmaschinenbauer dienen, mischkulturtaugliche Systeme zu entwickeln und zu vertreiben, sowie landwirtschaftliche Betriebe dazu ermutigen, diese Systeme nachzufragen und einzusetzen. Bei erfolgreichem Einsatz können im Ackerbau höhere Erträge auf klimaresilienteren Feldern erzielt, CO2-intensive Dünge- und Pflanzenschutzmittel eingespart und dadurch die Biodiversität sowie Boden- und Wasserqualität erhöht werden.

Branche

  • Maschinen- und Anlagenbau
  • Wissenschaft und Forschung

Themenfeld

  • Informationsmanagement

Forschungsschwerpunkt

  • Informationslogistik

FIR-Themen

  • AI and Data Science
  • JRF-Leitthema

    • Industrie & Umwelt

    Projektinformationen

    Laufzeit
    01.05.202330.05.2026
    Förderkennzeichen
    01MN23012B
    Projekthomepage
    projekt-saat.de
    Förderhinweis

    Gefördert durch: Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages unter dem Förderkennzeichen 01MN23012B

    Weitere Informationen

    ‚Was können Mischkulturen?‘
    zu dieser sowie weiteren FIR-Veröffentlichungen zum Projekt