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FIR e. V. an der RWTH Aachen

Business Transformation

Unternehmen erfolgreich verändern


"Wir unterstützen Unternehmen dabei, Veränderungen nachhaltig zu realisieren und ihr Verhalten im Umgang mit Erneuerungen zu verbessern."

Dr.-Ing. Gerhard Gudergan, Bereichsleiter Business Transformation

Veränderungs- und Anpassungsfähigkeit gehören in einer globalisierten Welt zu den zentralen Erfolgsfaktoren für Unternehmen. Getrieben wird ein solcher Veränderungsbedarf der Unternehmen oftmals durch sogenannte Digitale Technologien wie die der Datenanalytik, der Vernetzung von Individuen und Dingen oder der Blockchain Technologie. Die Veränderung führt im Unternehmen im Rahmen einer strategischen Neuausrichtung nicht nur zu neuen Dienstleistungen und Geschäftsmodellen, sondern zu fundamentalen Neugestaltungen in den Strukturen, Prozessen und den Verhaltensmustern. Bei solchen weitreichenden Veränderungen spricht der Bereich Business Transformation von einer Transformation: einen strategisch begründeten, signifikanten Musterwechsel, der zentrale Prozesse der Wertschöpfung und der grundlegenden Geschäftstätigkeiten eines Unternehmens betrifft, diese neu ausrichtet und grundsätzlich andersartig gestaltet.

Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich der Bereich Business Transformation mit den Strategien, Phänomenen, Prozessen und Methoden der Transformation von Unternehmen in der digital vernetzten Wirtschaft und geht der Frage nach, welche methodischen Grundlagen geschaffen werden müssen, um die digitale Transformation für Unternehmen erklären und erfolgreich gestalten zu können.

Das Grundgerüst für das strukturierte Management einer Transformation bildet der eigens entwickelte und bereits vielfach erprobte Business Transformation Canvas, welcher aus prozessualer Perspektive einen Ordnungsrahmen mit den wesentlichen Handlungsfeldern bei Transformationsprojekten bietet.

GUDERGAN, FEIGE & KRECHTING (2017): Ordnungsrahmen für den Prozess der Business-Transformation, in: Wolfgang Pollety, Andreas Blaeser-Benfer (Hg.), Digitalisierung, Betriebliche Handlungsfelder der Unternehmensentwicklung, Frankfurter Allgemeine Buch.
GUDERGAN, FEIGE & KRECHTING (2017): Ordnungsrahmen für den Prozess der Business-Transformation, in: Wolfgang Pollety, Andreas Blaeser-Benfer (Hg.), Digitalisierung, Betriebliche Handlungsfelder der Unternehmensentwicklung, Frankfurter Allgemeine Buch.

Die dem Ordnungsrahmen zugrundeliegende, prozessuale Perspektive wird durch drei Themenfelder ergänzt, welche sich explizit auf die Gestaltung des Unternehmens der Zukunft in der digital vernetzten Wirtschaft ausrichten. Diese drei Themenfelder umfassen „Ecosystem Design“, „Strategic Business Analytics“ und „Digital Leadership“. Die Frage nach dem Unternehmen der Zukunft hat besonders für die strategische Positionierung von Unternehmen Relevanz und kann Anstoß für eine Unternehmens-Transformation sein sowie die Grundlage für die inhaltliche Gestaltung der Transformation bilden.

Ecosystem Design

Die Modelle und Logiken der Wertschöpfung von Unternehmen unterliegen im Zuge der digitalen Transformation signifikanten Musterwechseln. Es entstehen zunehmend plattformbasierte Geschäftsmodelle, welche Ökosysteme entstehen lassen, die die bisher bekannten kettenartigen Logiken der Wertschöpfung aufbrechen und in netzwerkartigen Strukturen neu organisieren. Wir beschäftigen uns mit der Entwicklung und Auswahl adäquater Unternehmensstrategien, um Musterwechsel im Zuge der digitalen Transformation zu realisieren und die mit dem Eintritt in die Plattformökonomie und der Gestaltung von Ökosystemen einhergehende Unsicherheiten zu reduzieren. Dazu gehören neben Fragen der Monetisierung auch Fragen wie die der Institutionalisierung, der Offenheit und des Zugangs, der Governance und Regulierung sowie der Messbarkeit und Skalierbarkeit in Ökosystemen und Plattformen.

Strategic Business Analytics

Die Nutzung von Daten im Zuge einer Verbesserung der Wettbewerbsposition durch Optimierung und damit Steigerung der Produktion ist ein bekanntes Themengebiet. Das Potential der Anwendung von Datenanalyseverfahren geht jedoch über signifikante Produktivitätssteigerungen existierender Organisationssysteme weit hinaus. So kann beispielsweise die Nutzung von analysierten Daten gänzlich neue Geschäftsfelder für Unternehmen eröffnen, die eine Neu-Konstituierung des Unternehmenszwecks nach sich ziehen und dem Unternehmen eine neue Wettbewerbsposition verschaffen. Das Management der Ziele der Produktivitätssteigerung im bestehenden Wertschöpfungsmodell einerseits, sowie die Schaffung völlig neuer Modelle andrerseits ist auf strategischer Ebene eine der größten Herausforderungen für Unternehmen. Der Schwerpunkt des Bereich Business Transformation beschäftigt sich im Kontext dieser Herausforderung mit der Frage, welche Rolle fortgeschrittene Verfahren von Business Analytics im Sinne einer neuen Kernkompetenz von Unternehmen für die Neupositionierung im Wettbewerb haben und wie Business Analytics als konkrete, strategisch relevante Fähigkeit ausgestaltet werden muss.

Digital Leadership

Dieser Forschungsschwerpunkt beschäftigt sich mit der Führung des Transformationsprozesses als solches und fokussiert dabei auf Fragestellungen der Gestaltung des Führungssystems im Rahmen einer digitalen Transformation. Der Prozess, angefangen von der Transformationsstrategie über die Entwicklung einer Vision bis hin zur Ausgestaltung einer Realisierungsroadmap wird als umfassender Veränderungsprozess verstanden, der hohe Ansprüche an die Fähigkeiten der Führung und das Führungsverhalten stellt. Im Mittelpunkt des Interesses steht hierbei in großem Maße die Verhaltensbeeinflussung.

Neben den strategischen Veränderungsmustern, die mit der Gestaltung plattformbasiert Geschäftsmodelle, Ökosystemen und der Nutzung von Business Analytics im Sinne einer strategisch bedeutenden Fähigkeit einhergehen, spielen grundlegende Annahmen und Perspektiven, Führungsstrukturen und –stile sowie Kommunikationsformen eine entscheidende Rolle in der Transformation von Unternehmen.

Unter Nutzung von Methoden wie der des Design-Thinking können Perspektivenwechsel eingeleitet werden. Im Mittelpunkt steht hier die Verhaltensänderung von Führungskräften und Mitarbeitern. Daher beschäftigen wir uns im Themenfeld „Digital Leadership" mit der Konzeption und dem Einsatz geeigneter Modelle bzw. Instrumente zur Anpassung des Verhaltens von Individuen und der Organisation als Gesamtsystem. Mit Methoden wie dem Transformation-Readiness-Assessment oder dem Transformation-Canvas können konkrete Umsetzungspläne zur effektiven Implementierung von Veränderungen entwickelt werden.


Zugehörige laufende Forschungsprojekte


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