Projekt EWIMA erforscht Nutzen regionaler virtueller Kraftwerke in NRW

FIR auf der E-world energy & water aktiv für die Energiewende


Aachen, 11.02.2020. Wie können Energieemissionen reduziert und die Energielandschaft zukünftig wettbewerbsfähig gestaltet werden? Im Projekt EWIMA befasst sich ein Konsortium aus sechs geförderten und drei assoziierten Projektpartnern mit der Weiterentwicklung des betrieblichen Energiemanagements durch den Aufbau regionaler virtueller Kraftwerke. Unter Leitung des FIR an der RWTH Aachen erforschen sie die Wertschöpfungspotenziale einer unternehmensübergreifenden Optimierung von Energieverbrauch, -erzeugung und -speicherung in regionalen Verbünden. Die Ergebnisse des vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE.NRW) und der Landesregierung Nordrhein-Westfalen geförderten Projektes präsentiert das Forschungskonsortium vom 11. bis 13. Februar 2020 auf der E-world in Essen als Mitaussteller am Gemeinschaftsstand des Landes NRW in Halle 3, Stand 3-370.
 
Ziel des Projektes ist es, durch den Aufbau virtueller Kraftwerke in NRW den Ausschöpfungsgrad lokal erneuerbarer Energien für produzierende Unternehmen zu maximieren und gleichzeitig die CO2-Emmissionen zu reduzieren. Als positiver Nebeneffekt wird die Wertschöpfung lokaler Unter-nehmen, insbesondere KMUs, gesteigert. In den virtuellen Kraftwerken wurden in direkter Nachbarschaft gelegene Energieverbraucher, -speicher und -erzeuger zu sogenannten Hubs vernetzt. Die Hubs profitieren jeweils vom Herzstück des Forschungsprojektes, einer zentralen, Cloud-basierten IoT- und Analytics-Plattform. Sie stellt intelligente Funktionen und Dienstleistungen zur Sammlung, Analyse und Auswertung von Erzeugungs-, Speicher- und Verbrauchsdaten bereit und gibt auf dieser Basis Handlungsempfehlungen für die energetische Verbrauchsreduktion und die nutzenoptimierte Verwendung erneuerbarer Energien in der Produktion.  
 
In insgesamt fünf nordrhein-westfälischen Hubs in Warendorf, Gütersloh, Blomberg, Düren und am FIR in Aachen wurde durch die prototypische Umsetzung verschiedener Anwendungsfälle der Nutzen von virtuellen Kraftwerken evaluiert. Auf Basis realer Daten, die von den Projektpartnern für die Hubs bereitgestellt wurden, konnte im Projektverlauf bei einer kurzfristigen Optimierung eine CO2-Reduktion von bis zu 5 %, bei einer langfristigen von bis zu 23 % erreicht werden.  
 
Zur Veranschaulichung der Projektergebnisse entwickelte das FIR einen Demonstrator, der die Simulation realer Anwendungen ermöglicht. Auf der e-World bietet der Demonstrator interessierten Besuchern die Gelegenheit, die wirtschaftlichen Potenziale virtueller Kraftwerke für Ihr Unternehmen einzuschätzen. 

 

Bildmaterial zur Pressemitteilung


Bild 1: FIR auf der E-world energy & water: Im Projekt vom FIR entwickelter Demonstrator ermöglicht Einschätzung der wirtschaftlichen Potenziale von virtuellen Kraftwerken  [© FIR an der RWTH Aachen] 
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